Voltaire: Schriften zur Religion

Voltaire bekämpft nicht so sehr den Glauben an Gott, den er als Grundlage der Moral und als Ergänzung zum Strafrecht des Staates nützlich zu finden scheint, er bekämpft aber ausnahmslos alle Offenbarungsreligionen, ihre Institutionen und Würdenträger. Diese, auch Infâme genannt, sind für ihn ebenso auf Lug und Trug aufgebaut, wie die versammelten heiligen Schriften des Christentums, des Islam und des Judentums Menschenwerk sind, um Machtpositionen aufzubauen und zu verteidigen. Niemals, zu keiner Zeit, hat es eine göttliche Offenbarung gegeben. All den Grausamkeiten und Beleidigungen, besonders aber dem Fanatismus aus religiösen Motiven setzt er die kritische Vernunft und die Forderung nach Toleranz entgegen. Voltaires Schriften zur Religion wurden umfangreich von Mylius: Voltair’s sämtliche Schriften, Bd. 11 – 16 (Theologische Schriften), zuletzt in deutscher Sprache vor 40 Jahren in den Textsammlungen von Mensching, von Fontius und von Horst veröffentlicht (siehe Textsammlungen).
Bis heute wegweisend zu Voltaires Haltung zur Religion ist das 1969 und 1986 (nur auf französisch) erschienene Werk von René Pomeau, La Religion de Voltaire, dessen Inhalt wir in einem eigenen Beitrag Voltaire und die Religion ausführlich vorstellen. Pomeau vertritt die These, Voltaire sei Deist gewesen, der bedeutende Voltaireforscher Theodor Bestermann widerprach dieser Auffassung. Für ihn waren Voltaires deistische Äußerungen Schutzmaßnahmen in einer Zeit, in der man wegen Gotteslästerung noch verbrannt werden konnte.

Die wichtigsten Texte

Le Vrai dieu (1715)

Das frühe Gedicht (Voltaire schrieb es im Alter von 21 Jahren) folgt dem Gründungsmythos des Christentums und den Widersprüchen, in die es sich verwickelt: Es gäbe einen allmächtigen Gott, der durch Menschenhand starb, um die von ihm selbst geschaffenen Kreaturen durch seinen Tod zu erlösen. Im letzten Vers des Gedichts heißt es: „Coupables d’un déicide, Tu nous fais devenir des dieux (Eines Gottesmordes schuldig, machst Du uns göttergleich.)“

Traité de Métaphysique (1734), erstmals publiziert in: Voltaire, Oeuvres complètes, Kehl: Imprimérie de la société littéraire, 1784-1789, Bd.32

Voltaire schrieb dieses Werk um 1734, als er mit Emilie du Châtelet in Cirey zusammenlebte. Das einzige Manuskript wurde nach ihrem Tod buchstäblich aus dem Feuer gerettet und trägt für sie die Widmung: L’auteur de la métaphysique / Que l’on apporte à vos genoux / Mérita d’être cuit dans la place publique, / Mais il ne brûla que pour vous (Der Verfasser der Metaphysik / Die man zu Ihren Füssen legt / Verdient öffentlich gebraten zu werden / Doch brennen wird er nur für Sie).
In munterem Ton stellt sich Voltaire als außerirdischer Besucher der Erde vor, der versucht, sich die Frage: Was ist der Mensch? zu beantworten. Die Menschen haben eine Sprache, jedoch nicht von Geburt an eine Vorstellung von Gott. Wie gelangt aber die Gottesvorstellung in deren Köpfe? Durch die Beobachtung, dass die Natur gesetzmäßig eingerichtet ist, muss man auf einen Schöpfer schließen – das ist Voltaires lebenslang vertretenes Argument, warum uns die Beobachtung der Natur die Existenz eines Schöpfers nahelegt. Dem Argument der Materialisten, die Natur mit allen ihren Bestandteilen erschaffe sich selbst, hält Voltaire entgegen, dass das Denken und das Fühlen nicht aus der Natur entstanden sein kann (er lebte 100 Jahre vor Darwin), und zwar, weil sie selbst nicht fühlt und nicht denkt. Von den weiteren Fragen sind hier die nach der Existenz der Seele und die Frage, ob der menschliche Wille frei sei, relevant. Was die Seele betrifft, ist Voltaire eindeutig: niemand hat sie je gesehen, niemand kann das Konzept jemals verstehen. Wie kann der Mensch einen freien Willen haben, wenn Gott schon vorher alles weiß? Zumindest Gott selbst muss logischerweise als frei gedacht werden, sonst wäre er kein Gott. Daher ist der freie Wille möglich und es kann auch sein, dass wir Menschen ihn besitzen. Inwieweit wir in unserem Handeln wirklich frei sind, oder doch gottgesteuert, entzieht sich per Definition unserer Erkenntnis, wenn anders, wären wir selbst Gott.

dt.: Metaphysische Abhandlung

in: Mensching: Voltaire, Recht und Politik, Frankfurt am Main 1978 (siehe unten)

Métaphysique de Newton ou Parallèle des sentiments de Newton et de Leibnitz, Amsterdam: Delbordes, 1740, 71 pp

Der Text bildete später den ersten Teil von Voltaires Éléments de la philosophie de Newton. Hier die einzelnen Kapitel: 1. Von Gott/2. Von Raum und Zeit/3. Von der Freiheit Gottes und dem zureichenden Grund/4. Von der Willensfreiheit/5.Von der natürlichen Religion/5. Von Körper und Seele/7. Von der Materie/8. Von den Monaden/9.Von der tätigen Kraft.
Da Newton und Leibniz die Existenz Gottes aus der Physik beweisen zu können glaubten, diskutiert Voltaire die unterschiedlichen Positionen und erweist sich in allen Punkten als Newtonianer: Weil die Natur Gesetzen gehorcht, ist die Annahme, es gäbe einen Gesetzgeber, vernünftiger als das Gegenteil. Ebenso wie der Mechanismus einer Uhr auf einen Uhrmacher verweist. Nach Newton ist es der freie Wille des Menschen, sich aus Verstandesgründen für eine Handlung zu entscheiden, durchaus auch gegen die eigenen Wünsche. Das ist nicht immer gegeben: manchmal, wenn unsre Leidenschaften den Sieg davontragen, handeln wir unfrei. Voltaire bedauert, in dieser Angelegenheit eher Locke als Newton folgen zu müssen, der die Existenz eines freien Willens ablehnt, da jede Handlung ursächlich bedingt sei. Zumindest, meint Voltaire, solle man so tun, als wäre man frei.

dt.: Die Metaphysik Newtons

o Die Metaphysik des Neuton oder Vergleichung der Meinungen des Herrn von Leibnitz und des Neutons von dem Hn. Von Voltaire in Franz. Sprache abgefaßet und ins Deutsche übersetzet von G. C. M. [= Gottlieb Christian von Moser] , Helmstädt: Weygand, 1741, 104 S. Zum Text: Die Metaphysik des Neuton.
o Elemente der Philosophie Newtons, Verteidigung des Newtonianismus, Die Metaphysik des Neuton, herausgegeben von Renate Wahsner und Horst Heino v. Borzeszkowski, Berlin 1996 (de Gruyter ).

Sermon  des Cinquantes  1749. 

Die Predigt der Fünfzig ist die erste Schrift, in der Voltaire die Kirche frontal angreift und den praktizierenden Christen en détail Gotteslästerung vorwirft: „Möge unser großer Gott,… der weder von einer Jungfrau geboren, noch an einem Galgen gestorben, noch in einem Stück Brot gegessen werden kann, noch diese Bücher voll von Widersprüchen, Wahnsinn und Schrecken inspiriert haben kann, möge dieser Gott, der Schöpfer der Welten, Erbarmen haben mit dieser Sekte der Christen, die ihn lästern!“ Der Schwur der Fünfzig ist erst 1762 erschienen, als sich Voltaire in seinem Wohnsitz Ferney vor Verfolgung einigermaßen sicher wusste. Für Äußerungen geringerer Art konnte man durch die Inquisition verbrannt werden, eine Rückkehr nach Paris war damit für Voltaire ausgeschlossen.

dt.: Die Predigt der Fünfzig

Der Text ist in folgenden Sammlungen in deutscher Sprache erschienen (bibliogr. Angaben s.u.):
o Fontius: Voltaire, Erzählungen, Dialoge, Streitschriften, Bd.3: Predigt der Fünfzig, S.228-249
o Mylius: Voltaire, Sämmtliche Schriften, Bd.3, Predigt gehalten vor der Versammlung der Fünfziger, S.13-41

La voix du sage et du peuple 1750.

Voltaire kritisiert hier die katholische Kirche und fordert, dass mit der Steuerbefreiung dieser Institution (die damals immerhin 25% des französischen Volksvermögens zusammengerafft hatte) im Interesse des Gemeinwohls Schluss gemacht werde. Dadurch zog er sich den ganz besonderen Hass des Klerus zu, der erreichte, dass dieser Text auch staatlicherseits verboten wurde.

Extraits des sentiments de Jean Meslier 1762.

Voltaire war das Testament des Abbé Jean Meslier – der von 1689 bis zu seinem Tod im Jahr 1729 Pfarrer in der kleinen Gemeinde Étrépigny war -zur Kenntnis gelangt, das in Frankreich nur in einigen Abschriften zirkulierte. Das Werk hat in seiner Originalfassung über 1000 Seiten und trägt folgenden Titel:

„Memorandum der Gedanken und Überzeugungen von J.M. betreffend einen Teil der Irrtümer und der Missbräuche in Lenkung und Regierung der Menschen;
ferner klare und offene Darlegung der Nichtigkeit und Unwahrheit aller Gottheiten und sämtlicher Religionen der Welt;
bestimmt für seine Pfarrkinder nach seinem Tode,um ihnen und ihresgleichen als Zeugnis der Wahrheit zu dienen.“

Es ist die erste, große Abrechnung mit der Religion und dem Gottesglauben überhaupt und gleichzeitig ein frühkommunistisches Manifest. Meslier erkennt, dass das Elend seiner “Schäfchen” keinesfalls einer gottgewollten Ordnung  folgt, sondern einer von Kirche und Adel brutal aufrechterhaltenen Ordnung, die überhaupt nicht unumstößlich zu sein braucht. Voltaire veröffentlichte aus diesem Manifest die harmloseren Teile – trotzdem ein mutiger Schritt, den nur er wagen durfte und mit dem er Meslier der Vergessenheit entriss. Das Werk wurde vom Pariser Gerichtshof zum Verbrennen auf dem Scheiterhaufen verurteilt, der Vatikan setzte es 1765 auf den Index, auf dem es wohl noch heute, neben dem Testament Jean Mesliers selbst, stehen wird.

Deutsche Übersetzung:

Das Testament des Abbé Meslier, aus dem Französischen von Angelika Oppenheimer,
herausgegeben von Günther Mensching, Frankfurt 1976 (Suhrkamp), 403 S.

Deutsche Erstausgabe des Testaments des Abbé Meslier, aus dem Voltaire seinen 64 seitigen Auszug anfertigte. Es liegt in der Ausgabe Mensching/Oppenheimer zum ersten Mal nach 250 Jahren auf Deutsch vor.

Dictionnaire Philosophique Portatif, London [= Genf: Cramer],
1764, 344 S.

Die zentrale Kampfschrift gegen das Christentum und seine Kirchen. Erweiterte Auflagen folgten in den Jahren 1765, 1767, 1769. Insbesondere die Artikel Abraham, Ange, Apocalypse, Athée, Baptême, Catéchisme du Curé, Christianisme, Dieu, Enfer, D’Ézechiel, Fanatisme, Grâce, Histoire des rois juifs, Idoles, Jephté, Joseph, Lois civiles et ecclésiastiques, Messie, Moise, Pierre, Religion, Salomon, Superstition, Tolérance beschäftigen sich mit der Religion. Die Artikel ‚Religion‘ und ‚Christianisme/Christentum’ gehören zu den zentralen Artikeln des Philosophischen Taschenwörterbuchs – sie waren für Voltaire sicher auch die gefährlichsten. In den 7 Abschnitten von ‚Religion‘ kritisiert er sehr vorsichtig und allgemein das Christentum. Wie vorsichtig er sein musste, zeigt sich vor allem im 6. Abschnitt, wo es um die Frage geht: Welche Religion wäre die beste? Voltaire gibt darauf keine direkte Antwort, stellt nur Fragen, wie etwa diese: Wäre eine Religion, die die anderen akzeptiert, eine gute zu nennen?
Im Artikel ‚Christianisme‘ beschäftigt sich Voltaire mit dessen Geschichte und dem Wendpunkt, von dem aus aus einer verfolgten eine verfolgerische Religion wurde. Näheres in den entsprechenden Inhaltsangaben zu den Artikeln des Philosophischen Taschenwörterbuchs

dt.: Philosophisches Taschenwörterbuch
-> Liste von Übersetzungen (hier aufklappen) Auf Deutsch erschienen (Auswahl):
o Voltaires politische Ideen aus seinen Werken gezogen. Ein Lesebuch für die Bedürfnisse unserer Zeit und Auszüge aus Rousseau von von Christian August Fischer, Leipzig Halle: Reinicke 1793, 132 S. (BV-200300)
o Philosophische Aufsätze, übersetzt von Axel Winckler, Leipzig: Bibliographisches Institut,1890, 112 S. (BV-200309)
o Handbuch der Vernunft, Zusammengestellt von Laurenz Wiedner, Nachwort von Prof. J.R. von Salis, Zürich : Pegasus Verlag Gregor Müller, 1945, 166 S. (BV-200589)
o Abbé, Beichtkind Cartesianer, Philosophisches Wörterbuch, herausgegeben von Rudolf Noack, übersetzt von Erich Salewski, Leipzig 1964 (Philipp Reclam junior). (BV-200523)
o Aus dem Philosophischen Wörterbuch, herausgegeben und eingeleitet von Karlheinz Stierle, Anhang: Nachricht vom Tod des Chevalier de la Barre, Frankfurt/Main: Insel 1967 (BV-200799)
o 16 Artikel aus dem phil. Taschenwörterbuch, zweisprachig, Auswahl, Übersetzung und Nachwort von Ulrich Friedrich Müller, München: dtv 1973,111 S. (BV-200800)
o 20 Artikel aus dem phil. Taschenwörterbuch, zweisprachig, Auswahl, Übersetzung und Nachwort von Ulrich Friedrich Müller, München: dtv 1985 (BV-201016)
o Philosophisches Taschenwörterbuch, Nach der Erstausgabe von 1764 übersetzt von Angelika Oppenheimer, Nachwort von L.Moland, Hrsgg. V. Rainer Bauer, Ditzingen: Philipp Reclam jun., 2020, 444 S. (BV-201208)

L’Examen important de Milord Bolingbroke ou le tombeau du fanatisme, écrit sur la fin de 1736 (1766), 56 pp.

Unter dem Decknamen des verstorbenen Lord Bolingbroke veröffentlichte Voltaire eine Kritik der christlichen Religion auf Grundlage seiner kritischen Bibelanalyse. Er kommt zu dem Schluss: „Ich fasse zusammen, dass jeder empfindsame Mensch, jeglicher Gutgesinnte die Sekte des Christentums mit Abscheu betrachten muss“. Der Text wurde 1771 von der katholischen Kirche auf den Index der verbotenen Bücher gesetzt.

dt.: Wichtige Untersuchung von Lord Bolingbroke

o Wichtige Untersuchungen vom Lord Bolingbroke, in: Mylius: Voltaire, Sämmtliche Schriften, Bd.11, S.215-505
o Wichtige Untersuchungen von Mylord Bolingbroke oder das Grabmal des Fanatismus, in: Horst, Thimm und Ronte, Kritische und satirische Schriften, München: Winkler, 1970 S.257-370

Les Questions de Zapata, traduites par le sieur Tamponet, docteur en Sorbonne. Leipsik [Genève] 1766 [1767], 53 pp.

Voltaire präsentiert hier 67 Fragen, die ein Professor namens Zapata im Jahr 1629 dem Inquisitionsgericht in Salamanca über die christliche Religion und die Kirche vorlegte. Hier die ersten vier (nach d. Übersetzung v. Mylius):

1° Wie soll ich es beweisen, dass die Juden, die wir zu hunderten verbrennen lassen, viertausend Jahre hindurch, das Lieblingsvolk Gottes waren?
2° Warum konnte Gott, den man ohne Lästerung nicht für ungerecht halten kann, die ganze Erde verlassen, nur um der kleinen jüdischen Horde zu gefallen, und dann diese wieder wieder für eine andere verlassen, welche, 2 Jahrhunderte hindurch, noch weit kleiner, und weit verachteter war als jene.
3° Warum tat er, vor den sogenannten historischen Zeiten, zum besten dieser elenden Nation eine Menge unbegreiflicher Wunder? Warum tut er, seit einigen Jahrhunderten, keine mehr? Und warum sehen wir ihn niemals Wunder tun, wir, die wir das Volk Gottes sind?
4° Wenn Gott der Gott Abrahams ist, warum verbrennen Sie dann die Kinder Abrahams? Und wenn Sie sie verbrennen, warum sagen Sie denn, selbst beim Verbrennen derselben, deren Gebete her? Sie, die Sie das Gesetzbuch derselben als heilig anbeten, warum töten Sie dann dieselben, weil sie ihr Gesetz befolgen?

Es ist anzunehmen, dass er hier den Inquisitionsprozess, der im Jahr 1721 in Cuenca (Spanien) gegen den Mediziner und Philosophen Diego Mateo Zapata wegen Judenfreundlichkeit stattfand, verarbeitete. In Voltaires Schrift wurde Professor Zapata im Jahre 1631 in Valladolid ‚geröstet‘. Diego Mateo Zapata hat man 1721 zu 200 Peitschenhieben und zum Tode durch Verbrennen verurteilt, er überlebte dank einflussreicher Gönner in einem Versteck in Madrid. Francisco Goya hat ihn gefangen, angekettet in einem Verlies abgebildet (In der Bildinschrift heißt es: „Zapata, ewig währe dein Ruhm“). Voltaires Text wurde 1771 von der katholischen Kirche auf den Index der verbotenen Bücher gesetzt.

dt.: Zapatas Fragen

o Zapata’s Anfragen, übersetzt vom Herrn Tamponet, Doktor der Sorbonne, in: Mylius: Voltaire, Sämmtliche Schriften, Berlin: Wever, 1788, Bd.12, S.401 – 450

Le Diner du comte de Boulainviller Genf 1767.

Ein Streitgespräch über die Stellung von Religion und Kirche in der Gesellschaft.

Textsammlungen auf Deutsch

Mylius: Voltair’s sämtliche Schriften 29 Bd.

Berlin: Wever, 1788 ff,
Bd. 11 – 16: Theologische Schriften
Band 11:
Predigt gehalten vor der Versammlung der Fünfziger [Sermon des cinquante] S.3 – 41
Rede des Rabbi Akib [Sermon du rabbin Akib] S.42 – 59
Homilien zu London in einer Privatgesellschaft gehalten im Jahre 1765 [Homélies prononcées à Londres en 1765] S.60 – 172
Predigt gehalten in Basel am Neujahrstag 1768 von Josias Rosette [Sermon prêché à Bâle] S.173 – 195
Homilie gehalten zu London am Pfingstfest 1768 von dem Pastor Bouen [Homélie du pasteur Bourn] S.196 – 212
Wichtige Untersuchungen vom Lord Bolingbroke [Examen de milord Bolingbroke] S.215 – 475
Übersetzung eines Briefes von dem Lord Bolingbrokes an den Lord Cornsbury [lettre de milord Bolingbroke à milord Cornsbury] S.476 – 485
Brief des Lord Cornsbury an den Lord Bolingbroke [Lettre de Milord Cornsbury à milord Bolingbroke] S.486 – 490
Verteidigung des Mylord Bolingbroke [Défense de milord Bolingbroke] S.491 – 505

Band 12:
Gott und die Menschen vom Doktor Obern [Dieu et les hommes] S.3 – 308
Remonstrationen der gesammten Prediger.. [Remontrances du corps des pasteurs] S.311 – 332
Verhaltensvorschriften für Jaques Rustan [Instructions à Antoine-Jacques Rustan] S.333 – 352
Vernünftige Ratschläge an Herrn Bergier zur Verteidigung des Christenthums… [Conseils pour la défense du christianisme] S.353 – 400
Zapata’s Anfragen, übersetzt vom Herrn Tamponet, Doktor der Sorbonne [Les questions de Zapata] S.401 – 450
Epistel an die Römer aus dem Italienischen des Grafen de Corbera [L’épître aux Romains] S.451 – 514
Instruktionen von dem Gardian der Kapuziner [Instruction du gardien des capucins] S.515 – 540

Band 13:
Glaubensbekenntnis der Deisten [Profession de foi des théistes] S.3 – 52
Geschichte der Gründung des Christenthums [Histoire de l’établissement du christianisme] S.55 – 249
Ein Christ gegen sechs Juden [Un chrétien contre six juifs] S.251 – 374
Vom ewigen Frieden… [De la paix perpétuelle] S.376 – 413

Band 14:
Die Bibel endlich erklärt, Das alte Testament: Die fünf Bücher Mosis [La Bible enfin expliquée]

Band 15:
Die Bibel endlich erklärt, Bücher Ruth, Samuel, Könige, Esra, Esther, Propheten [La Bible enfin expliquée]

Band 16:
Sammlung alter Evangelien [Collection d’anciens évangiles] S.1 – 285
Untersuchungen über die Wunder in Briefen [Questions sur les miracles] S.290 – 447

Horst/Timm/Ronte: Voltaire, kritische und satirische Schriften

übertragen von Karl August Horst, Joachim Thimm und Liselotte Ronte und einem Nachwort von Fritz Schalk,  München 1970 (Winkler), 797 S.
Enthält (u.a.): 
Wichtige Untersuchungen von Lord Bolingbroke oder das Grabmal des Fanatimsus [Examen de milord Bolingbroke] S.257 – 370
Das Diner beim Grafen Boulainvilliers [Dîner du comte de Boulainvilliers.] S.428 – 465
Das Glaubensbekenntnis der Theisten von Le Comte DA … an R.D.  [] S.466 – 490
Heiligsprechung des Heiligen Cucufin  [] S.491 – 504

Mensching: Voltaire, Recht und Politik

herausgegeben und mit einem Nachwort von Günther Mensching, Frankfurt am Main 1978, Syndikat.  Inhalt:
Metaphysische Abhandlung [Traité de métaphysique] S.7 – 75
Der Herausgeber war Philosophieprofessor in Hannover. Das Buch ist nur noch antiquarisch erhältlich.

Fontius: Voltaire, Erzählungen, Dialoge, Streitschriften

herausgegeben von Martin Fontius, Berlin (DDR) 1981, Rütten & Loening 3 Bd. Ist die derzeit beste, antiquarisch noch gut erhältliche, sehr sorgfältig gemachte und kommentierte Sammlung der wichtigsten Schriften Voltaires in deutscher Sprache. Mit einer sehr lesenswerten Einleitung von Martin Fontius. Bd 3 enthält Werke zu Politik und Gesellschaft.
Die Predigt der Fünfzig [Sermon des cinquante] S.228 – 249