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Kurzbiographie Voltaires lesen


Comtesse von Bentinck Freundin Voltaires


Vaux-Villars - grosse Liebe

Villars

1719
Madame de Villars, Jeanne Angélique Roque de Varengeville (1682 - 1763) stammte aus einer begüterten Diplomatenfamilie, heiratete 1702 einen der anghöchsten Militärs Frankreichs, den Maréchal und späteren Grafen von Villars . Sie war reich, gebildet und schön. Die erste Tugend interessierte vor allem ihren um 30 Jahre älteren Gatten, , die zweite schätzte er, die dritte war ihm weniger wichtig, er interessierte sich, ebenso wie sie, eher für Männer.

Die 37 jährige Mareschallin wickelte den jungen Voltaire jedenfalls mit Leichtigkeit um den Finger, ohne ihn an sich herankommen zu lassen. Folglich war er unglücklich verliebt. Und trotzdem hat ihn in dieser misslichen Lage sein Humor, wie das folgende Gedicht zu Ehren der Frau von Villars zeigt, nicht verlassen:

Divinité que le ciel fit pour plaire, 
Vous qu’il orna des charmes les plus doux,
Vous que l’Amour prend toujours pour sa mère,
Quoiqu’il sait bien que Mars est votre époux;
Qu’avec regret je me vois loin de vous! 
Et quand Sully quittera ce rivage, 
Où je devrais, solitaire et sauvage, 
Loin de vos yeux vivre jusqu’au cercueil, 
Qu’avec plaisir, peut-être trop peu sage, 
J’irai chez vous, sur les bords de l’Arcueil, 
Vous adresser mes voeux et mon hommage! 

C’est là que je dirai tout ce que vos beautés 
Inspirent de tendresse à ma muse éperdue: 
Les arbres de Villars en seront enchantés,
Mais vous n’en serez point émue. 
N’importe: c’est assez pour moi de votre vue, 
Et je suis trop heureux si jamais l’univers 
Peut apprendre un jour dans mes vers 
Combien pour vos amis vous êtes adorable, 
Combien vous haïssez les manèges des cours, 
Vos bontés, vos vertus, ce charme inexprimable 
Qui, comme dans vos yeux, règne en tous vos discours
L’avenir quelque jour, en lisant cet ouvrage, 
Puisqu’il est fait pour vous, en chérira les traits: 
Cet auteur, dira-t-on, qui peignit tant d’attraits, 
N’eut jamais d’eux pour son partage 
Que de petits soupers où l’on buvait très frais; 
Mais il mérita davantage.
Göttliche, vom Himmel geschaffen, um zu gefallen
Ihr, die er mit zartester Anmut bekränzt,
Ihr, die Amor stets zur Mutter erwählte,
Obwohl er wohl weiß, daß Mars Ihr Gemahl ist;
Mit Bedauern sehe ich mich so weit von Ihnen,
Und wenn Sully diese Gestaden verlassen wird,
An denen ich leben muß, einsam und verlassen,
Weit von Euren Blicken, bis hin zum Grab,
Mit Vergnügen werde ich, vielleicht sehr unklug,
Zu Euch kommen, an die Ufer der Arcueil,
Um Euch meine Wünsche und meine Huldigung zu entbieten!
Da werde ich erklären, wie sehr Eure Schönheit
Meine entfesselte Muse mit Zärtlichkeit erfüllt:
Das wird die Bäume von Villars entzücken,
Ihr aber werdet empfindungslos sein.
Was soll's: mir soll es genügen, Euch zu sehen;
Und ich bin überglücklich wenn die Welt
Eines Tages durch meine Verse erfährt,
Wie sehr Ihre Freunde Sie bewundert haben,
Wie sehr Ihr die Manege des Hofes hasstet,
Wie Eure Wohtaten, Eure Tugenden, diese Unausprechliche Anmut, Eure Blicke wie
Eure Worte bestimmten.
Liest man in der Zukunft dieses Werk, wird man,
Da für Euch gemacht. jene Wesenszüge lieben:
Hat dieser Autor, wird man sagen, nun so viele Vorzüge beschrieben,
Doch niemals hatte er mehr davon für sich als
Nette Soupers wo man sehr kalte Getränke trank;
Aber verdient hätte er mehr.

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