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Kurzbiographie Voltaires lesen


Comtesse von Bentinck Freundin Voltaires

Ferney und Voltaire heute


Keine andere Stadt ist Voltaire so verbunden wie Ferney-Voltaire. Im Zentrum der Stadt blickt der “Patriarch von Ferney” von seiner Statue gütig auf den Verkehr hinab, der ihn links und rechts, vorne und hinten umfließt und bietet auf seiner Insel Zuflucht für eilige Fußgänger. Die Inschrift auf dem Sockel erinnert an die Wohltaten, die Voltaire der Gemeinde zukommen ließ: “Er ließ mehr als 100 Häuser erbauen, er gab der Stadt eine Kirche, eine Schule, ein Krankenhaus und einen Brunnen. Er lieh den umliegenden Gemeinden Geld, ohne Zinsen zu nehmen, er ließ Sümpfe trocken legen, er gründete Messen und Märkte, er ernährte die Bürger während der Hungersnot von 1771”

Und doch: Das Schloß war bis 1998 in Privatbesitz, nur an den wenigen Samstagen im Sommer für Besucher geöffnet. Erst danach ist es unter staatlicher Verwaltung gekommen. Ein Voltaire Museum soll nun (2017) ganzjährig geöffnet sein. Sehenswert war die kleine Austellung schon früher. Liebevoll hatte man das Schlafzimmer Voltaires rekonstruiert und den Schulklassen, die man durchs Museum schleuste, wurde von seinem Kampf gegen die Kirche berichtet, während die Schülerinnen heimlich ihre Liebesbriefe studierten. Voltaire als Schulstoff? Offenbar - und nicht zum Schaden der Schüler.

  

Am Fuße des Schloßberges befindet sich eine besuchenswerte Buchhandlung und Druckerei, die Voltaire ganz besonders verpflichtet ist.  Man findet hier thematische Ausstellungen und Texte Voltaires, auf handgeschöpftem Büttenpapier gedruckt und - nicht zu vergessen - die Cahiers Voltaire, eine populärwissenschaftliche Zeitschrift in voltairscher Tradition. Die Buchhandlung ist gleichzeitig Sitz der “Societé Voltaire”  mit Andrew Brown an der Spitze, der sich als Voltairespezialist internationalen Ruf erworben hat. Er begann seine Laufbahn 1967 am Institut und Museum Voltaire in Genf unter Théodore Besterman und leitete 20 Jahre lang die Voltaire Foundation an der Universität Oxford. Ganz besonders beschäftigte er sich mit der wissenschaftlichen Erschließung der Voltaire-Bibliothek in Sankt-Petersburg.

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