|
Im noch heute romantisch abgelegenen Cirey sur
Blaise am Rande der Vogesen (Voltaire: “in einer unangenehmen und garstigen
Gegend”) lebte Voltaire mit der großen Liebe seines Lebens, Madame Emilie du Châtelet, von 1734 bis 1749. Voltaire war zu diesem von Paris über 200 km entfernten Ort geflüchtet, weil er jeden Augenblick fürchten musste, von den Schergen Ludwig XV. verhaftet zu werden: die
Englischen Briefe waren wegen der darin geäußerten Kritik an den vernunftfeindlichen Zuständen in Frankreich zum Verbrennen auf dem Scheiterhaufen verurteilt worden. Von Cirey aus wäre es Voltaire möglich gewesen, relativ schnell ins benachbarte und halb-unabhängige Lothringen zu flüchten. Jedoch konnte dank der hervorragenden Beziehungen Voltaires und Emilies zum Hochadel der Haftbefehl “eingefroren” werden. In Cirey entstanden zahlreiche seiner bedeutendsten Werke. |
|