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Kurzbiographie Voltaires lesen


Comtesse von Bentinck Freundin Voltaires

Cirey und Voltaire heute



(aus dem Jahr 2001)
Fährt man heute von Deutschland aus nach Cirey, kommt man durch ein Gebiet, das irgendwie der Vergessenheit anheim gefallen zu sein scheint: viele Höfe sind verarmt, Geschäfte  geschlossen und zahlreiche Gebäude stehen zum Verkauf.

Inmitten dieser verlassenen, aber malerischen Umgebung liegt an einem kleinen Kanal das Schloß Cirey sur Blaise, das die heutigen Eigentümer, die Familie Hugues de Salignac Fénelon (der Schloßherr ist gleichzeitig Bürgermeister des Ortes) liebevoll renoviert haben und Besuchern zur Besichtigung freigeben.
In einem kleinen Häuschen am Eingang stehen wenige Bücher und Broschüren zum Verkauf, keine Postkarten. Eine wahrscheinlich von der Familie selbst in Auftrag gegebene Schrift von 12 Seiten enthält einige spärliche Informationen über das Schloß, Emilie du Châtelet und Voltaire.

Man hat auf Schritt und Tritt das Gefühl, als mache die alte Adelsfamilie
Salignac Fénelon notgedrungen der Öffentlichkeit das Zugeständnis, in ihren Besitz einzudringen, jedoch ist die Führung durch das Schloß sehr empfehlenswert, mit viel Sachverstand und Liebe zum Detail. Auf Fragen antwortet man gerne und kompetent.

Die Eigentümer haben unterdessen auch eine eigene Internetseite mit sehr schönen Photos und den Öffnungszeiten ins Netz gestellt: www.chateaudecirey.com

weitere Informationen zu Voltaire, Emilie du Châtelet  und Cirey:

Literatur:
[Katalog zur Ausstellung], Madame du Chatelet, La femme des Lumières, Paris 2006 Bibliothèque Nationale, reich bebildert
- Emilie, Emilie, Badinter, Èlisabeth, Weiblicher Lebensentwurf im 18. Jahrhundert, Piper 1984
- Emilie und Voltaire. Eine Liebe in Zeiten der Aufklärung, Bodanis, David, Deutsch von Hubert Mania, Reinbek: Rowohlt 2007, 443 S., Bodanis, ein Physiker, stellt die Bedeutung Emilie als Wissenschaftlerin heraus - und Voltaire gegenüber. Lesenswert.
- Correspondance de Madame de Graffigny (Tome 1),   The Voltaire Foundation -   Taylor Institution - Oxford. Enthält die Briefe Mme de  Graffignys, die sie 1738 während ihres Cirey-Aufenthaltes geschrieben hat. Zur Einschätzung vgl. Edwards, “Die göttliche Geliebte”, S.140ff
- Voltaire à Cirey, Hubert Saget , 180 S. Le Pythare Edition
- Mme du Châtelet: Scientist, Philosopher, and Feminist of the Enlightenment. Ehrman,  UK: Esther Berg Publishers LTD, 1986
- Madame du Châtelet , René Vaillot, Albin Michel
-
Madame Voltaire , Gilbert Mercier, Edition de Fallois, Paris 2001 Ein etwas langatmiges Werk, der Titel befremdlich, denn hier verkennt Mercier gerade das Besondere an der Beziehung zwischen Voltaire und Mme du Châtelet, eben als Gleichberechtigte zusammenzuleben. Kein Literaturverzeichnis!
-
Die göttliche Geliebte Voltaires , Das Leben der Émilie du Châtelet, Samuel Edwards, Stuttgart 1971 DVA Übersetzung aus dem Amerikanischen von Anne Uhde ( The
  Divine Mistress, Samuel Edwards 1970). Ist ein  spannend und mit Respekt vor den beiden größten Köpfen ihrer Zeit geschriebens Buch. Seltsam, daß es in der im Schloss von Cirey erhältlichen kleinen Broschüre “Voltaire à Cirey” nicht erwähnt wird. Leider enthält die deutsche Version keine Literaturangaben und kein Werkverzeichnis.
- Le Siecle des Theatres, Salles et Scenes en France (1748 - 1807) Rais Bibliothèques
- Theatres et Chateaux, Francoise Taynac Les Èditions de Mécène

CD-Rom : Voltaire Cybèle Production SA La Muraz Wanadoo edition

Internet:
Internetseite über Emilie du Châtelet, Voltaire und Cirey :  http://www.visitvoltaire.com.
Eine sehr liebevoll gemachte und informative Seite in englischer, französischer und deutscher Sprache. Enthält aktuelle Öffnungszeiten, Anfahrskizze, Übernachtungsvorschläge. Nur mit der Einschätzung, Voltaire sei “Gast” in Cirey gewesen, kann man nicht recht einverstanden sein. Man stelle sich vor: In ein halbverfallenes Haus zieht ein Gast ein, renoviert es, macht es bewohnbar mit eigenem Geld, zieht dann aus, indem er die von ihm aufgebrachten Kosten zu 2/3 dem Eigentümer erläßt: Ohne Voltaire würde es heute kein Schloss Cirey mehr geben. Er war auch nicht gerade Gast von Emilie, er war 15 Jahre lang ihr Lebensgefährte, Geliebter, Mann - und all dies, obwohl sie verheiratet war und Kinder hatte.  Sehr unschön ist außerdem, daß die großartige Schrift Emilie du Châtelets: Discours sur le bonheur (“Rede vom Glück”) nicht einmal erwähnt wird.
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