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Artikel Candide

CANDIDE oder der Optimismus

Candide ou l`optimisme.Traduit de l'allemand de Mr. le Docteur Ralph. Sans lieu, (Genf: Cramer) erschien anonym 1759.
Voltaire schrieb Candide in seiner Genfer Zeit als Satire gegen Leibniz, der behauptete, die Welt sei immer gerade so wie sie ist nach Gottes Wille zweckmäßig eingerichtet und deshalb die beste aller möglichen Welten. Die Hauptperson, Candide, erfährt das genaue Gegenteil auf ihrer weiten Reise am eigenen Leib, ohne jedoch dabei ihren anachronistischen Optimismus aufzugeben, ein Kunstgriff, der dem Leser die Brutalität der Zustände drastisch vor Augen führt. Voltaire führt in 'Candide' zum ersten Mal den Begriff  des Optimisten in die Literatur ein - mit seiner ganzen ironischen Kraft. Eine ausführliche Besprechung des Candide findet man in unserem Artikel '250 Jahre Candide', der von den Tageszeitungen 'Neues Deutschland' und 'Junge Welt' abgelehnt wurde - erstere hat ihn ohne Antwort entsorgt, letztere verlangte Änderungen wegen Leibniz (!)- doch wo hätte er sonst noch  in unzensierter Form erscheinen können?
“Candide” wurde 1954 in den USA von Lillian Hellman als Bühnenstück gegen die Kommunistenverfolgung ausgearbeitet und von Leonard Bernstein zu einer Art Musical vertont. Dazu das sehr informative Candide-Projekt unter Leitung von Prof. Dr. Gyula Racz aus dem Jahr 2001
das wir aus dem piz-Archiv (http://piz.nmz.de/aeb/kmrprojekt) gespiegelt und aktualisiert haben. Zur Rezeptionsgeschichte informiert ausführlich das Ausstellungsprojekt der Universität Trier.  In deutscher Sprache gibt es Candide in zahlreichen Ausgaben in dutzenden von verschiedenen Übersetzungen.
Sehr praktisch ist die französisch-deutsche Ausgabe im Goldmann Verlag (Candide oder der Optimismus, übersetzt und mit einem Anhang versehen von Jürgen von Stackelberg, München: Goldmann 1987), eine der schönsten ist die großformatig von Losito illustrierte Ausgabe aus dem Jahr 1981 (Candid [übersetzt von Ernst Sander], Mit Zeichnungen von Donatello Losito, Berlin: Rainer Hindersmann 1981) und allein schon, weil es eine der ersten und die am häufigsten gedruckte Übersetzung ist, sollte man die von C.F.Mylius nicht unerwähnt lassen (1778, zuletzt: Frankfurt a.M.:Fischer, :2008).

weitere Angaben zu Ausgaben in deutscher Sprache in der Bibliothek Voltaire Suchmaschine, dort bei 'Kurztitel' 'Candide' auswählen )





Candide MusicalProjekt unter der Leitung Professor Gyula Raczs

1984 in Halle  uraufgeführt, ist diese Oper den politischen Säuberungen der Wende zum Opfer gefallen. Wir stellen das bedeutende Werk hier vor

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