Die Anfänge des Schwetzinger Schlosses reichen bis ins 14.Jahrhundert zurück, als Sommerresidenz des Mannheimer Hofes ist es jedoch sehr eng mit der Regierungszeit (1742 -1799) Kurfürst Carl Theodors verbunden, der natürlich Versailles und die französische Gartenarchitektur als Idealbild einer 'richtigen' Schlossanlage vor Augen hatte und das Schloss zu einer präsentablen Sommerresidenz mit prächtigem Garten umgestaltete. Am 15. Juni 1753, kurz bevor Voltaire in Begleitung seines Sekretärs Collini aus Frankfurt in Schwetzingen ankam, wurde dort die neue Opernbühne mit Ignaz Holbauers Oper Il figlio delle selve (Der Sohn der Wildnuß) eingeweiht. Die Opernbühne war mit nur 150 Plätzen ein relativ kleines Hoftheater, aber mit neuster Bühnentechnik ausgestattet und ist heute - dank umfassenden Renovierungsarbeiten 1973 jetzt für über 500 Besucher - eines der ganz wenigen Theater des 18.Jahrhunderts, die noch immer bespielbar sind.
Von Voltaire führte man auf:
1753:  Alzire ou les Americains, Nanine ou l'homme sans préjugés, Zaïre und l'Indiscret.
20.8.1755: Orphélin de la Chine
18.7.1758: Mahomet ou le fanatisme
30.9.1762 und 7.10.1762: Olimpie
5.9.1764 : Tancrède (in Mannheim)

Links:
- Stavan, Henry, Anthony, Kurfürst Karl Theodor und Voltaire, Mannheim: Gesellschaft der Freunde Mannheims, 1978, 38 S.
- Die Internetseite des Schlosses: www.schloss-schwetzingen.de
- Silke Leopold, Bärbel Pelker, Hofoper in Schwetzingen. Musik, Bühnenkunst, Architektur. Heidelberg 2004 (Carl Winter), 448 S., ein wunderschön gemachtes, informatives und sehr reich bebildertes Werk. 4°
- A.Wieczorek, H.Probst, W.König, Lebenslust und Frömmigkeit, Kurfürst Carl Theodor (1724 - 1799), Handbuch und Ausstellungskatalog, Regensburg 1999 (Pustet), 2 Bd, 434 S,, 520 S.

 

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