Vaux war - und ist - eines der schönsten Schlösser Frankreichs. Es liegt in Melun, ganz in der Nähe von Paris und wurde vom Architekten Le Vau, dem Dekorateur Le Brun und dem Landschaftgärtner Le Nôtre, jeder ein Meister seines Fachs, für den damals zweitmächtigsten Mann  Frankreichs, Fouquet, erbaut. Fouquet schöpfte aus dem Vollen - seine Phantasien von Macht und Schönheit, Natur und Eleganz, Luxus und Geometrie - hier in Vaux hat er sie verewigt.   Die Einweihungsfeiern stellten die Feste des Königs weit in den Schatten - ein grober Fehler Fouquets der zu seinem Untergang beitrug. Für Voltaire war es der Ort einer großen Liebe. Hier lebte und liebte nämlich Madame de Villars, eine lebenslustige und hochgebildete, dazu attraktive, sich ihrer Reize sehr bewusste Frau des Hochadels. Sie erkannte in Voltaire, vielleicht als erste, den großen Dichter - aber nicht den sie begehrenden jungen Mann. Jeanne Angélique Duchesse de Villars